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Article: Rhodinieren beim Juwelier: Wie wird Ihr Schmuck rhodiniert und warum lohnt es sich?

Rhodinieren beim Juwelier: Wie wird Ihr Schmuck rhodiniert und warum lohnt es sich?
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Rhodinieren beim Juwelier: Wie wird Ihr Schmuck rhodiniert und warum lohnt es sich?

Rhodinieren gehört zu den wirkungsvollsten Methoden, um Schmuck sichtbar aufzuwerten und langfristig zu schützen.

Besonders bei Weißgold sorgt die feine Beschichtung mit Rhodium für eine helle, gleichmäßige Oberfläche und einen klaren Glanz. Gleichzeitig reduziert sie das Anlaufen und gleicht leichte Gebrauchsspuren optisch aus.

Viele Schmuckträgerinnen und Schmuckträger entscheiden sich für eine Rhodinierung, wenn Lieblingsstücke an Strahlkraft verlieren oder wieder frischer wirken sollen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie der Prozess beim Juwelier abläuft, welche Vorteile er bietet und in welchen Fällen sich eine Rhodinierung besonders lohnt.

Rhodinieren: Bedeutung, Ablauf und Kosten der Rhodinierung beim Juwelier

Eine Rhodinierung schenkt Ihrem Schmuck neue Strahlkraft. Die feine Beschichtung verleiht der Oberfläche eine kühle, elegante Brillanz und schützt zuverlässig vor dem Anlaufen, besonders bei Silber und Weißgold.

Juweliere wie wir von Herzog Loibner arbeiten dabei mit einer hauchdünnen Schicht aus Rhodium, die Gebrauchsspuren optisch mildert und den ursprünglichen Glanz Ihres Schmuckstücks wieder hervorbringt. 

Die Kosten bleiben dabei meist überschaubar: Je nach Schmuckstück, Zustand und Aufwand bewegen können Sie mit etwa 150 bis 250 CHF (50 bis 100 Euro) rechnen. Kleinere Arbeiten liegen teils darunter, aufwendigere Stücke etwas darüber.

Häufig ist diese Investition ein einfacher Weg, Ihre Lieblingsstücke sichtbar aufzuwerten.

So läuft der Prozess des Rhodinierens ab

Bei der Rhodinierung wird Rhodium mithilfe von Strom gleichmäßig auf der Metalloberfläche abgelagert.

Typischerweise verläuft der Prozess so:

  1. Zunächst prüft der Juwelier Fassungen, Steine und Oberfläche und entfernt sorgfältig Schmutz, Fett und Rückstände.
  2. Anschließend bereitet er die Oberfläche durch Polieren oder gezieltes Mattieren vor, da jede Unebenheit später sichtbar bleibt. 
  3. Danach folgt das galvanische Bad: Unter kontrolliertem Stromfluss verbinden sich die Rhodium-Ionen mit dem Schmuckstück und bilden eine gleichmäßige, feine Schutzschicht.
  4. Zum Abschluss kontrolliert der Juwelier Glanz, Farbton und Übergänge, damit das Ergebnis harmonisch wirkt.

So entsteht eine neue Oberfläche, die Licht wieder klar reflektiert und dem Schmuck seine Eleganz zurückgibt.

Rhodium als Edelmetall bei der Beschichtung

Rhodium gehört zur Platingruppe und zählt zu den seltensten Edelmetallen der Welt. Seine außergewöhnliche Helligkeit, hohe Lichtreflexion und Widerstandsfähigkeit gegenüber Oxidation machen es zur bevorzugten Wahl für hochwertige Schmuckbeschichtungen.

Da Rhodium in der Natur nur in sehr geringen Mengen vorkommt, gilt es als besonders rar. Diese Seltenheit spiegelt sich auch in der Rhodinierung wider: Die verwendete Edelmetallschicht ist zwar extrem dünn, dennoch beeinflusst der Materialwert die Kosten der Veredelung. Für viele Schmuckträgerinnen und Schmuckträger ist dies eine bewusste Investition in die langfristige Qualität und Ausstrahlung ihres Schmuckstücks.

Deshalb nutzen Juweliere Rhodium gezielt, um die Weißgoldlegierung silbriger erstrahlen zu lassen und Silber vor dem Anlaufen zu schützen und ihm jene klare Brillanz zu verleihen, die moderne Schmuckästhetik prägt.

Alternativen zur Rhodiumbeschichtung und wann sie in Frage kommen

Je nach Zustand und Anspruch können auch andere Lösungen sinnvoll sein:

  • Professionelles Aufarbeiten durch Polieren oder Mattieren bei leichten Gebrauchsspuren.
  • Helle Weißgoldlegierungen, die von Natur aus weniger Rhodinierung benötigen.
  • Alternative Coatings, die je nach Technik unterschiedliche Haltbarkeit bieten.

Wichtig bleibt: Durch Reibung, etwa an Ringunterseiten oder Verschlüssen, nutzt sich jede Rhodinierung mit der Zeit ab. Wenn Ihr Schmuck wieder wärmer wirkt oder ungleichmäßig glänzt, ist eine erneute Aufarbeitung sinnvoll. 

Wollen Sie bestehende Schmuckstücke aus Gelbgold oder Roségold optisch verändern, besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Rhodinierung. Dabei erhält das Schmuckstück bewusst einen neuen, helleren Look. Diese Beschichtung ist jedoch nicht dauerhaft und sollte – abhängig von Trageintensität und Abnutzung – in der Regel alle ein bis zwei Jahre erneuert werden, um das gewünschte Erscheinungsbild zu erhalten.

So bleibt nicht nur der Glanz erhalten, sondern auch die Verbindung zu Ihrem Schmuckstück.

So halten Sie nicht nur den Glanz, sondern auch die emotionale Verbindung zu Ihren Schmuckstücken aufrecht.

Anzeichen, dass Sie Ihr Schmuckstück rhodinieren lassen sollten

Matter Glanz und eine etwas wärmere oder dunklere Oberfläche deuten darauf hin, dass es an der Zeit sein könnte, Ihr Schmuckstück rhodinieren zu lassen, um seine Eleganz und Strahlkraft wiederherzustellen.

Bei welchen Materialien ist Rhodinieren sinnvoll?

Am häufigsten rhodinieren Juweliere Silber (gegen Anlaufen) und Weißgold (für ein kühleres, helleres Weiß und eine frischere Oberfläche). 

Typische Hinweise bei Weißgold: Ihr Schmuckstück wird an Kanten oder stark beanspruchten Stellen wieder leicht wärmer oder gelblicher. Dies zeigt sich oft, wenn die Rhodiumschicht dünner geworden ist.

Wie oft ist die Rhodinierung empfehlenswert?

Eine feste Regel gibt es nicht, denn Tragehäufigkeit, Reibung und sogar der pH-Wert Ihrer Haut beeinflussen die Haltbarkeit.

 Als Orientierung nennen viele Ratgeber: Bei stark getragenen Stücken (vor allem Ringen) kann eine Auffrischung nach 1-2 Jahren sinnvoll werden; Ketten und Ohrringe halten oft länger, weil sie weniger Reibung abbekommen. 

Wenn Sie Veränderungen sehen, wie einen matten Glanz, ungleichmäßige Stellen oder ein wärmerer Unterton ist dies meist der beste Zeitpunkt für eine Beratung beim Juwelier.

Dauer und Haltbarkeit der Rhodiumschicht

Wie lange eine Rhodiumschicht sichtbar wirkt, hängt stark davon ab, wie Ihr Schmuck getragen und gepflegt wird. Rhodium selbst ist ein sehr hartes Edelmetall mit hoher Lichtreflexion und hervorragender Beständigkeit gegen Anlaufen.

Sobald die Rhodiumschicht jedoch mechanisch beansprucht wird, etwa durch Reibung oder Kontakt mit aggressiven Stoffen, nutzt sie sich allmählich ab und gibt den darunterliegenden Metallton wieder frei.

Einfluss von Trageverhalten, Polieren und Chemikalien auf die Haltbarkeit

Ihr Trageverhalten ist der wichtigste Faktor für die Lebensdauer der Rhodiumschicht. Schmuck, den Sie häufig und besonders im Alltag tragen, wie etwa Ringe, die ständig mit Haut, Stoff und Oberflächen in Kontakt kommen, zeigt früher erste Abnutzungserscheinungen. Bei Ketten oder Ohrringen, die weniger mechanischer Reibung ausgesetzt sind, bleibt die rhodinierte Oberfläche länger erhalten.

Außerdem können bestimmte Chemikalien den Glanz schneller reduzieren: Parfüm, Chlor, Kosmetik oder Reinigungsmittel greifen die Schicht an und lassen sie stumpfer erscheinen.

Regelmäßiges, schonendes Polieren kann kleine Anlaufserscheinungen ausgleichen und den Übergang weicher machen.

Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer von rhodiniertem Schmuck

Wenn Sie die Haltbarkeit Ihrer Rhodiumschicht verlängern möchten, hilft eine bewusste Pflege im Alltag:

  • Schmuck zuletzt anlegen und zuerst ablegen: Tragen Sie Parfum, Creme oder Haarspray auf, bevor Sie den Schmuck anlegen, und legen Sie ihn vor dem Schlafengehen oder vor Reinigungsarbeiten ab.
  • Sanfte Reinigung: Nutzen Sie ein weiches Tuch, um Schmutz oder Hautöle nach dem Tragen zu entfernen; aggressive Reinigungsmittel vermeiden Sie idealerweise.
  • Separate Aufbewahrung: Legen Sie rhodinierte Stücke einzeln in weiche Beutel oder gefütterte Schmuckboxen, damit sie sich nicht gegenseitig verkratzen.
  • Vorsichtiges Polieren: Ein weiches Tuch kann kleine Trübungen beseitigen; starkes Polieren durch Fachleute sorgt dafür, dass die Schicht länger gleichmäßig wirkt.

Mit diesen einfachen Gewohnheiten können Sie die Brillanz Ihrer rhodinierten Stücke deutlich verlängern und dafür sorgen, dass sie Ihnen viele Jahre lang Freude bereiten.

Individuell glänzende Schmuckstücke bei Herzog Loibner: Service, Design und Tradition

Neben der Gestaltung von Schmuck unterstützt Herzog Loibner Sie auch bei der Pflege und Erhaltung von Oberfläche und Materialqualität.

Neben der Auswahl an Fine Jewelry wie Ketten, Armbändern, Ringen und Ohrschmuck mit Edelsteinen bieten wir verschiedene Serviceleistungen an, die darauf ausgerichtet sind, Schmuckstücke langfristig in einem gepflegten Zustand zu halten. Dazu zählen Reinigung, Aufarbeitung sowie die professionelle Rhodinierung von Goldschmuck.

Vor jeder Aufarbeitung erfolgt eine fachliche Prüfung von Material, Fassung und Zustand Ihres Schmuckstücks. So entscheiden wir, ob eine Rhodinierung sinnvoll ist oder ob eine Politur beziehungsweise eine andere Form der Oberflächenbehandlung ausreicht.

Ziel ist es, Ihre Schmuckstücke nicht zu „erneuern“, sondern ihre Qualität sichtbar zu erhalten. Auf diese Weise bleiben Form, Charakter und handwerkliche Ausführung über viele Jahre hinweg nachvollziehbar.

FAQ

Im Folgenden finden Sie Antworten auf weitere Fragen zum Thema, die in diesem Beitrag noch nicht beantwortet wurden.

Was bedeutet es, wenn mein Schmuck rhodiniert ist?

Wenn Schmuck rhodiniert ist, heißt das, dass eine dünne Rhodiumschicht auf das Metall aufgetragen wurde; Rhodium ist ein seltenes Platinmetall, das nicht allergen wie Nickel ist und dadurch oft als Schutzschicht auf Sterlingsilber oder Gelbgold-Fassungen genutzt wird, wobei die Schicht hilft, Kratzfestigkeit und Verfärbungsbeständigkeit zu erhöhen.

Kann man Gelbgold oder Weißgoldringe rhodinieren?

Rhodinieren kann bei Weißgoldringen sinnvoll sein, um die Optik aufzuhellen und einheitlichen Glanz zu erzielen; bei Gelbgold ist ein Rhodium-Überzug untypisch, da er den warmen Ton überdeckt.

Wird Rhodium galvanischen, elektrolytisch oder chemisch aufgetragen?

Die gängigste Methode ist die galvanische Rhodinierung (elektrolytisch) in einem Tauchbad, es gibt aber auch chemische Verfahren; bei der galvanischen Beschichtung wird Rhodium durch Strom auf das Schmuckstück gebracht, was eine gleichmäßige Schicht rhodium überzogen ergibt.

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